In der Kürze liegt die Würze.
Der Brauprozess in einfachen Worten erklärt.
Vom Korn zum Bier – Brauen ist echtes Handwerk, Leidenschaft und Geduld.
Mit nur vier Zutaten nach dem deutschen Reinheitsgebot entsteht Schritt für Schritt unser naturtrübes Bier.
Hier erklären wir den Weg vom Malz bis zum fertigen Fass in einfachen Worten – verständlich, kompakt und nah am Sudhaus.

Mälzen und Schroten
Zur Herstellung von Braumalz wird Gerste in Wasser eingeweicht und zum Keimen gebracht. Dabei werden Enzyme freigesetzt, die später den Brauprozess beeinflussen. Ist der gewünschte Keimgrad erreicht, leitet der Mälzer die Trocknung ein, das sogenannte Darren. Es entsteht Gerstenmalz.
Vom Brauer wird das getrocknete Malz in einer Schrotmühle geschrotet, also grob zerkleinert, gequetscht bzw. aufgebrochen, um es für die Weiterverarbeitung vorzubereiten. Ziel ist es, die Stärke für die Umwandlung in Zucker freizulegen. Die Schalen der Körner (Spelzen) dienen beim Bierbrauen als natürlicher Filter.

Schroten der Malze
Beim Maischen wird das geschrotete Malz in der Maischebottich verbracht und mit Wasser vermischt. Durch das anschließende Erhitzen löst sich die Stärke aus dem Malz und wird in Malzzucker verwandelt. Diese ersten zwei Zutaten – Gerstenmalz und Wasser – bilden die Grundlage im Brauprozess.

Läutern
Läutern bedeutet klären. Feste und flüssige Bestandteile werden im Läuterbottich voneinander getrennt. Die festen Bestandteile werden nicht mehr gebraucht und werden entsorgt, verfüttert oder zu leckerem Treberbrot verbacken. Vom Brauer wird der flüssige Sud im nächsten Schritt weiterverarbeitet.

Würzekochen
Hierbei kommt die nach deutschem Reinheitsgebot dritte Zutat ins Spiel – der Hopfen. Der flüssige Sud wird mit Hopfen versetzt und aufgekocht, so werden die Bitterstoffe des Hopfens freigesetzt. Je nach gewünschtem Geschmack kommen verschiedene Hopfensorten zum Einsatz. Nicht nur Menge und Sorte, sondern auch Zeitpunkt und Temperatur bei der Hopfengabe beeinflussen das spätere Geschmackserlebnis.

Abkühlung und Gärung
Die klare Würze wird abgezogen und darf sich entspannen. Sie wird auf 10-12 ° heruntergekühlt, nur so kann die nun hinzugegebene vierte Zutat, die Hefe, ihre Arbeit verrichten und den Gärprozess einleiten. Die Hefe wandelt den Malzzucker in Alkohol um. Kohlensäure entsteht. Ist die Gärung abgeschlossen, wird die Hefe „geerntet“ und das junge Bier kommt in den Lagertank.

Lagerung
Je nach Sorte bleibt das Bier für vier bis acht Wochen im Lagertank und reift. Letzte Hefereste setzen sich je nach Sorte am Boden ab (untergärig) bzw. steigen auf (obergärig).

Abfüllung
Unser Bier wird nach derzeit als naturtrübes Bier in Fässer abgefüllt, gelagert und bei verschiedenen Festen des Vereins und der Stadt Penig ausgeschenkt.
